Über ein halbes Jahrhundert residiert
der Union International Club inzwischen in der Villa Merton.
Wie von ihrem Erbauer und Namensgeber, dem Frankfurter
Unternehmer und Mäzen Richard Merton, gewünscht,
ist der Club bis heute eine Stätte der internationalen
Begegnung. Neben fest terminierten Veranstaltungen auf
internationalem Gebiet wie Vorträgen, Opernkreisen
oder Literaturzirkeln sorgt ein reges Clubleben für
den persönlichen Austausch zwischen Menschen aus
unterschiedlichsten Nationen.
Der Union International Club versteht sich als Institution
für die ganze Familie, der das kultivierte, 5000
Quadratmeter große Villenanwesen jederzeit offen
steht. Er hält eine gepflegte, grüne Oase der
Ruhe mitten in der Stadt als interkulturelle Begegnungsstätte
bereit – mit allen Annehmlichkeiten, die sonst eher
außerhalb der Stadtgrenzen zu finden sind.
In der warmen Jahreszeit lädt die Terrasse der Villa
Merton zum Verweilen ein. Die weißen Sonnenschirme
und der Blick auf den malerischen Park mit altem Baumbestand
sind ein wunderbarer Rahmen für kulinarischen Genuss
und anregende Konversation in gepflegter Atmosphäre.
Auf sportlich Ambitionierte warten ein Tennisplatz und
der beheizte Pool mit Liegewiese und Kinderbecken. Ein
idealer Ort also, um einen Sonnentag mit der Familie und
internationalen Freunden zu verbringen.
Die stilvollen Räumlichkeiten im Gebäudeinneren
– ob Konferenzräume, Bar oder Gartensalon –
eignen sich gleichermaßen für den internationalen
Austausch im privaten Kreise wie für Unternehmensveranstaltungen.
Auch eine Anmietung der Räume ist möglich. Ob
runde Geburtstage oder Jubiläen, exklusive Firmenevents
oder Vertragsabschlüsse, – hier finden Sie
einen geeigneten Rahmen.
Durch seine Lage mitten im sogenannten Diplomatenviertel
hat sich der Club zudem als Treffpunkt für ein internationales
Publikum aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie etabliert.
Alle in Frankfurt ansässigen Konsuln sind Ehrenmitglieder,
ebenso das Direktorium der Europäischen Zentralbank.
Der UIC besteht aus einem internationalen Mitgliederstamm.
Knapp 30 Prozent der inzwischen rund 550 Mitglieder kommen
aus dem Ausland.
Die Villa Merton
und ihre Geschichte
Der Bauherr Richard Merton (1881–1960) hatte von
seinem Vater, dem Unternehmensgründer Wilhelm Merton,
1916 die Leitung der Metallgesellschaft AG übernommen
und führte auch dessen öffentliches, kulturelles
und soziales Engagement in Frankfurt fort. 1925 ließ
er die Villa nach dem Vorbild eines alten Basler Bürgerhauses
im neobarocken Stil erbauen. Aufgrund seiner jüdischen
Abstammung emigrierte Richard Merton 1939 nach England.
Er kehrte erst 1947 zurück.
Im März 1945 wurde rund um das IG-Farben-Gebäude
das amerikanische Hauptquartier eingerichtet. Auf diesem
Gelände befand sich auch die im Krieg schwer beschädigte
Villa Merton. Die Amerikaner nutzten sie zunächst
als Offiziersheim, danach wurde sie Sitz des amerikanischen
Press Club.
1953 verkaufte Richard Merton seine Villa an die Stadt
Frankfurt mit dem ausdrücklichen Wunsch, das Haus
zu einer Stätte der internationalen Begegnung werden
zu lassen. Die Stadt Frankfurt verpachtete in diesem Sinne
die Villa 1956 an den Union International Club e.V. In
seinen Anfängen im Jahr 1956 diente der UIC –
wie bereits vorher der amerikanische Press Club –
insbesondere der Vertiefung der deutsch-amerikanischen
Beziehungen, um sich in der Folge der allgemeinen Völkerverständigung
und dem weltweiten interkulturellen Dialog zu widmen.
Das Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, wurde
von den Clubmitgliedern seitdem in beharrlicher und aufwendiger
Kleinarbeit restauriert.